Stromberg ist in Deutschland ein mittlerweile doch recht lang anhaltender Hit. Dass die Serie eigentlich ein Remake des britischen „The Office“ ist, mag der ein oder andere darüber fast vergessen haben. Und auch in Amerika schwirrt ein Remake herum. Aber welche Serie lohnt das Einschalten?
Um es kurz zu machen: eigentlich alle, allerdings gibt es feine, lokale Unterschiede, die man nicht ungeachtet lassen sollte.
Als eines der sehr wenigen guten Remakes einer britischen Comedyserie (weniger gut als etwa der Versuch, die IT Crowd auf deutsch zu münzen), schaffte „Stromberg“ so auch seine eigene Nische.
Ross Noble ist eine absolute Einzelerscheinung in der Welt der Stand Up Comedy, denn während alle anderen Streber ihre Programm auswendig lernen, sagt Noble einfach, was ihm so durch den Kopf schwirrt. Und was für ein Kopf das ist…
Ein Stand-Up Programm ist zu ca. 99% ein fein heraus gearbeiteter Monolog, den der Comedian in- und auswendig kennt, ein guter Comedian schafft es, diesen Monolog so herüber zu bringen, dass er relativ spontan und fast schon improvisiert erscheint, Leute wie Stewart Lee etwa oder auch Dieter Nuhr sind mehr als gut darin.
Und dann gibt es das Stand-Up Programm von Ross Noble, der ca. 3 Witze pro Show hat, die er erzählen will und es trotzdem schafft, 90 Minuten und mehr zu füllen, indem er lange, ausführliche Gespräche mit dem Publikum führt und seinen eigenen, verqueren Gedanken auf der Bühne freien Lauf lässt.
Normalerweise sind Zweizeiler-Comedians nicht sonderlich beliebt, aber der 2005 verstorbene Mitch Hedberg war ein Meister darin, die erwartete Punchline durch surreale Alltagsbeobachtungen aus den Angeln zu heben.
Nicht nur unter Stand Up Comedians, sondern auch unter Comedians und Fans generell ist Mitch Hedberg ein absolutes Genie, dessen ungewöhnliche Art der Erzählung äußerst markant war und bis dato unerreicht ist.
„RTL Samstag Nacht“ brachte in den 1990er Jahren jede Woche ein Millionenpublikum zum Lachen, und viele ihrer Gags haben das Ende der Fernsehshow im Gedächtnis der Öffentlichkeit bis heute überdauert.
Als die erste Ausgabe von „RTL Samstag Nacht“ am 06. November 1993 über die deutschen Bildschirme flimmerte, war noch nicht abzusehen, wie erfolgreich das Format einmal werden könnte, das im Nachhinein gesehen die erste wirklich große Fernseh-Comedy-Reihe nach Vorbild amerikanischer Sendungen war. Über fünf Jahre hielt sich die von Hugo Egon Balder und Jacky Dreksler produzierte Show und kreierte in dieser Zeit einige legendäre Figuren und Aussprüche.
Martina Hill ist einer der stetig aufstrebenden weiblichen Sterne am deutschen Comedy-Himmel, mit ihren Parodien bekannter Persönlichkeiten hat sie sich in jüngster Zeit eine begeisterte Fan-Gemeinde verschafft.
Dabei mischt die gebürtige Berlinerin schon eine ganze Weile mit, übernahm bereits 2003 ihre erste Filmrolle und zeigte spätestens seit 2006 als Mitglied der „Switch reloaded“-Truppe, wie wandlungsfähig komisch sie ist. Doch während sie ihren Kollegen und dem Comedy-begeisterten Publikum spätestens jetzt bekannt war, nahmen viele Andere sie erst wahr, als sie began, das Reality-TV-Sternchen Daniela Katzenberger zu verkörpern und dabei fast authentischer war als das Original.
In der Komödie „Jack und Jill“ übernimmt Adam Sandler eine Doppelrolle als Geschwisterpaar und verdreht dabei Al Pacino gehörig den Kopf.
Wer Adam Sandler und seinen Humor mag, müsste „Jack und Jill“ eigentlich lieben, denn in der Komödie, die im Januar in unseren Kinos startet, ist der Schauspieler gleich in zwei Rollen zu sehen. Doppelter Spaß für Sandler-Fans also. Aber Vorsicht, denn der Spaß-erprobte U.S.-Amerikaner sieht im Rock nicht so überraschend gut aus wie Matthias Schweighöfer, der sich in „Rubbeldiekatz“ gerade selbst als Dame versucht.
Wer an Martin Schneider alias „der Maddin“ denkt, hat sofort das gigantische Sprechwerkzeug des Comedians vor Augen und seinen unverwechselbar gedehnten Sprachgebrauch im Ohr.
So ist Martin Schneider einer der bekanntesten Hessen und hat mittlerweile zur Verbreitung seines Heimatdialektes ebenso viel beigetragen wie seine Komiker-Kollegen Bodo Bach, Mundstuhl, Badesalz oder Urban Priol. Doch Maddin macht nicht einfach nur Comedy auf Hessisch, sondern auf ultimativ Schneiderhessische Art, die mit einer eigenwilligen Betonung und dem überspitzten Gebrauch Dialekt-technischer Eigenarten daherkommt.
Der österreichische Kabarettist Georg Kreisler ist am Dienstag Morgen im Alter von 89 Jahren verstorben. Der Welt wird er vor allem als Meister des tiefschwarzen Humors in Erinnerung bleiben.
Denn Georg Kreisler war nicht nur Kabarettist, Autor und Chansonier, sondern mit Leib und Seele ein Satiriker, der mit selbst komponierten Liedern wie „Geh’n ma Tauberl vergiften im Park“ einen gewissen Hang zum Makaberen erkennen ließ, dabei jedoch nie die Grenzen des guten Geschmacks überschritt oder auch nur streifte. Er galt als scharfsinniger Beobachter, der seine Erkenntnisse mit einem unschlagbar bissigen Humor in Kabarett-Texten, Liedern und Gedichten zu einer wunderbaren großen Groteske aus maßloser Übertreibung zusammenführte.
Piet Klocke legte kürzlich mit „Kann ich hier mal eine Sache zu Ende?!“ sein zweites Buch vor, in dem er sich durch unzählige Episoden der Evolution und Geschichte schlägt, um nach Antworten auf die großen Fragen der Menschheit zu suchen.
Der gebürtige Bremer Piet Klocke gehört zu jener ungewöhnlichen Gruppe von Menschen, die mit wenig respektive oftmals unverständlichen Worten so viel sagen können. Keiner ist als zerstreuter Professor so amüsant und gleichzeitig so erhellend und Niemand sonst vermag verbale Leerstände so amüsant zu gestalten wie er. Abstruse Assoziationen und unwirkliche Gedankengänge sind seine Spezialität, doch hinter der scheinbaren Verzettelung in einem geistigen Wirrwarr steckt mitunter wahre komödiantische Genialität.
Piet Klocke: Abstruse Logik ohne Pointe
Der 1957 geborene Piet Klocke verbrachte nach seinem Abitur zwei Jahre als Gitarrist verschiedener Bands in Amsterdam, um im Anschluss in Essen eine Sammlung von Gedichten und Aphorismen zu veröffentlichen und mit dem „Kamikaze Orkester“ ein avantgardistisches Musiktheater zu eröffnen. Schon an diesen drei Stationen seines Lebensweges zeichnete sich die scheinbareZusammenhanglosigkeit einzelner Einfälle ab, die man heute als Markenzeichen seiner Comedy-Figur kennt.
Robin Williams gehört zu den bekanntesten und beliebtesten komödiantischen Schauspielern, wobei er vor allem mit seinem Mimikspiel, seinen Imitationen und seinem Improvisationstalent besticht.
Robin Williams als Dschinni in Walt Disneys „Aladdin“
In den USA ist Robin Williams auch als Stand-Up-Comedian bekannt, doch es sind vor allem seine Filmauftritte, die ihn weit über die Grenzen Hollywoods hinaus berühmt gemacht haben. Egal ob er selbst als Schauspielervor der Kamera steht oder einer animierten Figur seine unverwechselbare Stimme leiht – Robin Williams ist immer für einen Schmunzler gut, und auch wenn er nicht immer nur ein glückliches Händchen mit seiner Rollenauswahl bewiesen hat, ist sein Name trotzdem immer noch ein Garant für humorvolle Unterhaltung.