Archer: Die Cartoon-Agentenserie mit Biss

Kategorie: Kino und TV
24. Apr 2012

In den USA ist „Archer“ bereits ein Hit und wen wundert es, als überzogene Parodie auf die klassischen Agentenserien ist der Cartoon einer der besten, die es derzeit zu sehen gibt.

Archer Sterling ist einer der heißesten Spione, der sexistische Macho mit Trinkproblem hat ausgerechnet seine Mutter als Boss und seine Ex als Kollegin, klar, dass das in keinster Weise seine Aufträge beeinflusst, geschweige denn negativ.

2010 lief die erste Episode von Archer über amerikanische Bildschirme und sorgte sofort für heiße Tränen der Freude, denn die im 60er Jahre Look gehaltene Cartoonserie ist ausschließlich für Erwachsene und verzichtet daher dankend auf weichgespülte Happy Endings und zufriedenstellende Plotenden, stattdessen geht sie eher in die chaotische Richtung der Venture Bros., viel mehr aber noch Frisky Dingo.

Das ist auch kein Zufall, denn Macher Adam Reed hatte auch dort seine Finger im Spiel.

Archer punktet mit fantastischen Sprechern

Neben den großartigen Animationen und einem knackigen Drehbuch liegt der Wert einer Cartoonserie natürlich auch in den Stimmtalenten, weshalb wie immer das englische Original allen eventuell anderssprachigen Versionen vorzuziehen ist.

Denn Talente wie Aisha Tyler als Archers Kollegin und Ex Lana Kane, Stimmenwunder H. Jon Benjamin als Archer, Jessica Walter als sexuell frustrierte Mutter und Saturday Night Lives Chris Parnell als spießiger Nerd Cyril.

Als Gäste wurden auch schon große Namen im Comedybereich eingeladen, ob nun David Cross („Arrested Development“), Patrick Warburton („Seinfeld“), Peter Serafinowicz („Shaun of the Dead“) und Actionheld Ron Perlman.

Zugegeben, für den Fan der klassischen Cartoons a la „Simpsons“ oder „Family Guy“ mag „Archer“ schon sehr surreal und böse erscheinen, da sich die Rahmenstory etwas Zeit nimmt, die über weite Strecken hinweg in die Serie hinein spielt, abgeschlossene Episoden gibt es hier also nicht. Außerdem hilft es, wenn man sich einigermaßen mit dem Genre auskennt, da die Serie hochreferenziell ist und gerade dadurch aber auch sehr unterhaltsam ist, besonders Anhänger von „Arrested Development“ werden sich auf die Gaststars und Zitate freuen.

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