Arrested Development Film: Wann gibt es ein Wiedersehen mit den Bluths?

Kategorie: Kino und TV
15. Jun 2012

Die von Kritikern hoch gefeierte Serie um die hoffnungslose Bluth Familie konnte leider nie die gewünschten Einschaltquoten erzielen, weshalb der Abschied 2006 nur allzu schwer fiel. Die Nachrichten, dass es bald einen Film mit allen Beteiligten geben soll ist daher natürlich eine mehr als frohe Botschaft.

Die Bluths stehen auch heute noch für ein Amerika, in dem Naivität nicht bedingt mit Hillbilly Attitüde und Armut zusammen hängen muss, sondern mit einer charmant unausstehlichen Selbstverständlichkeit der eigenen Ansprüche.

In der gehobenen Klasse hatten sie es sich gemütlich gemacht, denn die Bluths haben nie wirklich darben müssen. So ein Leben in Luxus hat natürlich auch seine Nachteile. Sohn Gob (ausgesprochen wie „Hiob“) ist ein egomanischer Halbzeitzauberer, während Buster sozial ungelenk und ein Muttersöhnchen ist. Tochter Lindsay ist ein verzogenes Püppchen und eigentlich zu intelligent, um mit ihrem wahrscheinlich schwulen Eheman Tobias Fünke eine unglückliche Ehe zu führen.

Nur Michael scheint einigermaßen normal zu sein, wobei man auch das bezweifeln könnte, immerhin hat er seinen Sohn George Michael genannt.

Als der Vater George Sr. wegen diverser Steuerprobleme im Gefängnis landet, muss Michael die Familie und ihr Vermögen retten, denn seine Mutter hat als Trophywife sicher andere Dinge zu tun – etwa weiterhin mehr auszugeben, als sie sich leisten kann.

Arrested Development: Comedygold

In Form einer Dokumentation, bzw. Mockumentary aufgenommen, war „Arrested Development“ von Anfang an ein Hit unter Kritikern und den Leuten, die ihre Comedy gerne auch mal etwas bissiger genießen.

Dabei wurden so viele referentielle Witze eingebaut, die auch politische Themen und Gesellschaftskritik beinhalteten, dass die „TV Sitcom“ eigentlich schon viel mehr als Abendunterhaltung war.

3 Staffeln lang durfte man die schrecklich liebenswerte oder auch liebenswert schreckliche Bluth Familie auf ihrem Weg zum finanziellen Ruin und emotionaler als auch psychologischer Zerwürfnisse verfolgen, dann wurde der Hahn zugedreht. Comedyfans auf der ganzen Welt waren erschüttert und immer wieder schwebten hoffnungsschwangere Gerüchte durch die Gegend, dass irgendwann doch eine vierte Staffel zu erwarten sei.

Kinofilm 2013?

Nun, ganz so toll sah es erst nicht aus, ähnlich wie bei „Firefly“ konnte man sich allerdings auf einen Kinofilm freuen, wobei so einigen Leuten wohl in erregter Erwartung schon die Lust verging, denn seit 2008 gab es Gerüchte, dass ein Film geplant war und über die Jahre hinweg hieß es immer wieder, dass die Idee steht, das Script aber noch nicht geschrieben wurde, dass es toll wäre, wenn es einen Film gäbe, aber noch am Script gearbeitet werden müsse, dass alle gerne mitmachen würden, das Script noch in Bearbeitung wäre, alle sehr aufgeregt sind, das Script aber gerade halbwegs fertig wäre, man wirklich niemanden unnötig aufregen wolle, aber das Script im Schreibprozess wäre, dass Arrested Development Macher Hurwitz tolle Ideen hätte und derzeit aber noch am Script arbeite.

In einer Reunion aus dem Jahre 2011 hieß es dann sogar, dass es zum Film eventuell sogar eine vierte Staffel geben könne, diese sogar noch vor dem Film, wenn man Hurwitz und Arnett glauben könne. 10 Episoden, die jeweils einen Charakter im Zentrum haben sollten, würden dann Anfang 2013 laufen und hoffentlich – das Script sei ja noch in Arbeit – nahtlos in den Film übergehen. Wann das endlich seine Erfüllung findet, bleibt abzuwarten.

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