Britische Panel Shows: Die besten 3 Comedyshows aus England

Kategorie: Kino und TV
14. Feb 2012

Panel Shows sind in Deutschland kaum noch zu finden, waren damals aber gar nicht so unüblich. Großbritannien produziert jedoch weiterhin immer weiter und hat dabei ein paar außerordentlich gute Sendungen parat.

Eine Runde an Celebrities, ein mehr oder weniger sinngebendes Frage-Antwort Spiel und ein gut aufgelegter Moderator – mehr braucht es nicht zu einer Panel Show.

Während diese in Amerika vor allem in den 60er und 70er Jahren populär waren, ist Großbritannien immer noch ganz vorne dabei, was nicht zuletzt daran liegt, dass man die Shows dort weder ernst nimmt und dass vorwiegend Comedians daran teil nehmen.

Dort sind die Shows oftmals auch so aufgebaut, dass es neben dem versierten Moderatoren jeweils auch noch Teamführer gibt, die regelmäßig in der Show auftreten und dabei sicher stellen, dass es durchgehend witzig bleibt, selbst wenn die Gäste mal nicht allzu sehr in der Stimmung sind.

Ein wenig Kritik kann man besonders bei den Newsshows äußern, denn die spielen nicht selten unter der Gürtellinie mit doch sehr fragwürdigen Inhalten herum und sind dadurch auch nicht bei allen Comedy Kollegen beliebt, Jo Brand – eine Panelreisende – verließ beispielsweise „Mock the Week“, da ihr das Umfeld zu Testosteron-gesteuert war.

Eine Verwässerung der Themen, die ein paar gewitzte Satiriker heraus fordern könnten, sorgten auch dafür, dass etwa „Have I got news for you“ ein wenig an Einfluss verloren hat und immer mehr zu einer Art BILD-Version der Panel Show verkommen ist.

Panel Shows in Deutschland

Auch Deutschland hatte immer mal wieder – fast ausschließlich geklaute – Panel Shows, darunter „Wer bin ich“, „XXO“ sowie „Voll daneben“ (das gerade noch an der Plagiatsgrenze zu „QI“ lag). Allerdings haben sich diese Shows auf Dauer nicht wirklich durch gesetzt, weshalb sie meistens nach einigen Staffeln wieder eingestellt wurden.

Die besten britischen Panel Shows:

Nevermind the Buzzcocks

In „Nevermind the Buzzcocks“ geht es um Musik, dabei werden triviale Fragen gestellt, die oftmals merkwürdige Zusammenhänge zwischen Musikern und obskuren Dingen wie Unfällen, Gegenständen und Tieren beinhalten, gefolgt von einer Intro-Runde, in der zwei Teammitglieder das Intro eines Songs nachsingen, während das dritte Mitglied dieses erraten muss.

In der allseits beliebten dritten Runde müssen die Teams aus einer Aufstellung verschiedener Leute einen Musiker heraus suchen, der vor Jahren zumeist ein One Hit Wonder war und im Abschluss werden noch Songzeilen geraten.

Zugegeben, mittlerweile schmerzt es etwas, dass es derzeit keinen festen Moderator gibt, denn Mark Lamarr (auch als Produzent tätig) und der äußerst charmante Simon Amstell haben viel dazu beigetragen, dass das Level der Show durchgängig gut war.

Aber alleine durch die Teamführer Phill Jupitus und Noel Fielding bleibt die Stimmung dennoch bestehen.

QI

Diese Sendung ist alleine schon deshalb unantastbar, weil Stephen Fry als Moderator tätig ist. Das Konzept besteht aus zwei Teams, die Antworten zu Fragen finden müssen, die in den meisten Fällen viel zu absurd erscheinen, dafür aber umso interessanter (daher auch der Titel „Quite Interesting“).

Punkte gibt es nicht nur für richtige, sondern auch für falsche aber sehr interessante/witzige Antworten.

Ein netter Zusatz: Für jede falsche und allzu offensichtliche Antwort gibt es Punktabzüge. Das kann passieren, wenn man weit verbreitete falsche Antworten zu sehr populären Fragen nennt.

Neben Fry gibt es nur ein ständiges Teammitglied und zwar Stand Up Comedian Alan Davies, obwohl Sean Lock mittlerweile sicher auch seinen eigenen Stuhl und Kaffeebecher bekommen hat.

Die Show lebt natürlich auch von den Gästen, aber vor allem von Stephen Fry, der ehrlich interessiert ist, an all den kleinen Fakten, Anekdoten und Dingen, die man bei QI lernen kann.

So obskur die Dinge auch sind, die man dort zu hören bekommt, QI kann man zu den wenigen Panel Shows zählen, die einem tatsächlich etwas beibringen.

Would I lie to you

Auch hier macht der Moderator den Charme der Show aus, bis 2008 saß Angus Deayton im Chefsessel, danach der hervorragende Rob Brydon.

Es gibt zwei Teams mit jeweils drei Kandidaten, die peinliche Anekdoten von sich erzählen, die teilweise ausgedacht, teilweise real sind, während das gegnerische Team genau das heraus finden muss.

In der ersten Runde, sagt ein Kandidat etwas über sich und das gegnerische Team muss durch Fragen heraus finden, ob es wahr oder nicht ist.

In der zweiten Runde wird eine Person vorgestellt und alle Mitglieder des einen Teams sagen, was sie mit dieser Person verbindet, wobei natürlich nur einer recht hat.

In der dritten Runde muss man kurze Lügen erzählen, teilweise mit Gegenständen, die angeblich der Person gehören, die ihn in der Hand hält.

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