Die Hochzeit unserer dicksten Freundin

Kategorie: Kino und TV
28. Aug 2012

Ursprünglich hieß der Film „Bachelorette“ aber anscheinend konnte der deutsche Kinomarkt nicht ohne den schlechten Wortwitz auskommen. Das fiese Pendant zu Kristen Wiigs „Brautjungfern“ ist bösartig und streckenweise sogar richtig genial.

Die heißen Schnecken Regan (Kirsten Dunst), Katie (Isla Fisher) und Gena (Lizzy Caplan) waren die dicksten Freundinnen in der Schule, immer mit dabei: Mauerblümchen Becky. Als ausgerechnet sie heiratet und Regan die Hochzeitsplanung übernimmt, sammelt sich der Frust bei den drei Zicken. Und der findet genau zum Junggesellinnenabschied seinen Höhepunkt, der in einer abenteuerlichen Nacht resultiert.

Das gemeine „Bridesmaids“

Die Vergleiche mit „Bridesmaids“ liegen auf der Hand, allerdings ist „Die Hochzeit unserer dicksten Freundin“ nicht halb so liebenswert und absurd komisch, sondern konzentriert sich eher auf die unerträglichen drei Freundinnen, der perfektionistischen Regan, der herunter gekommenen Gena, die immer noch an ihrem Ex (Adam Scott aus „Parks & Recreation„) hängt und dem dummen Blondchen Katie.

Sympathie wird hier eher nicht wach für die drei, dafür macht es Spaß, ihnen beim Zicken zu zusehen. Gerade deshalb sind es auch die ersten zwei Drittel, die punkten, wo das Ende später leider die Moralkeule heraus holt und etwas unordentlich versucht, den drei Furien doch noch etwas Liebenswürdigkeit abzugewinnen.

Das braucht es doch aber gar nicht, um den Film zu genießen, ganz in „Bad Teacher“ Manier soll es hier doch darum gehen, wie sehr die eigenen Erwartungen an einem noch so großen Ego nagen können. Und wie wunderbar bitchy Kirsten Dunst sein kann, hat man so auch noch nicht erlebt, bitte mehr davon.

Das ursprüngliche Theaterstück von Leslye Headland – interessanterweise produziert von Will Ferrell – ist für all diejenigen etwas, die es gemeiner und misanthropischer mögen. Und das forcierte Ende kann man sich dann ja noch etwas schön trinken, die Anleitung dazu gibt es auch zu Hauf im Film selbst.

Ab dem 25.10.2012 im Kino.

Regie und Drehbuch: Leslye Headland

Darsteller: Kirsten Dunst, Isla Fisher, Lizzy Caplan, James Marsden, Adam Scott

Musik: Michael WandmacherSimilar Posts:

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