Ellen DeGeneres: Lustig, lebendig, lesbisch,

25. Okt 2012

Ach die Amerikaner. Kaum outet sich die hübsche Ellen Degeneres in ihrer gleichnamigen Show, wird die ganze Sache abgesetzt. Irgendwelche Christen haben was dagegen und ein paar Werbekunden springen ab. Na und? Ellen machte weiter. Und heiratete eine Frau, von der die meisten Männer nur träumen können.

In Deutschland bei der breiten Masse eher unbekannt erwarb sie erstmal bei Homosexuellen eine große Fangemeinde. Spätestens als sie mit Anne Heche zusammenkam, war sie ein Vorbild für alle Frauen, ob in den USA oder Deutschland.

Ellen DeGeneres trägt gerne kurze Haare

Sie versteckte ihre etwas härtere Seite nicht, trug kurze Haare und war erfolgreich, ein Meilenstein im Barbie-geprägten Schowbusiness der USA. Anne Heche, die süße kleine Schauspielerin, durchbrach dann alle anderen Vorurteile, selbst hartgesottene Konservative fanden die beiden irgendwie süß.

Süß ist Ellen natürlich nicht, sie hat das ganze Spektrum von Kellner bis Millionär durchlebt. Ihr Kommunikationsstudium schmiss sie nach einem Semester, schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch, arbeitete in Bars und als Kellnerin. In dieser Zeit begann ihre Karriere als Stand-up Komikerin, sie schaffte es bis in die Comedy-Shows im Fernsehen. 1989 erhielt sie eine Rolle in der sitcom Open House.

Der große Erfolg bringt das große Outing

In den 90ern konzipiert sie ihre eigene Show „Ellen“, der Hauptcharakter basiert natürlich auf ihr. In der Folge „The Puppy Episode“ outet sie sich selbst, erhält einen Emmy dafür. Die Show wird trotzdem abgesetzt. Damals ist sie mit Anne Heche zusammen, die Nachrichten gehen um die Welt. Große Rollen bleiben erstmal aus, also tourt Ellen einfach durch die USA als Komikerin. Dass Jim Parsons von der Big Bang Theory schwul ist, gilt als Randnotiz. Niemand würde ihn heute deshalb aus der Show verbannen. Ellen hat den Weg geebnet.

Erst im 21. Jahrhundert geht es wieder voran. Sie erhält 2001 wieder eine eigene Show, die sehr erfolgreich läuft und darf die Emmy Awards moderieren. Aufgrund des 11. Septembers werden die Emmys zwei Mal verschoben, als es endlich so weit ist und sie vorne steht sagt sie: „Was könnte die Taliban mehr ärgern, als eine lesbische Frau in einem Anzug zu sehen, die von Juden umgeben ist?“

Dory, der vergessliche Fisch aus Findet Nemo, basiert übrigens auf ihr und wird im Original auch von ihr gesprochen. 2003 gab es die eigene Talkshow The Ellen DeGeneres Show, 2007 moderierte sie die Oscarverleihung und 2010 wurde sie Jurorin bei American Idol. Da fehlen jetzt nur noch die Golden Globes.

Die schönen Frauen an ihrer Seite

Schon Anne Heche war wohl alles andere als die Klischee-Lesbe und auch die Frau, die Ellen letztendlich heiratete, brach wohl einigen Männern das Herz. Portia de Rossi und Ellen haben 2008 geheiratet. Ellen im Anzug, Portia im Kleid. In der schwul-lesbischen Gemeinde war das ungefähr eine so spektakuläre Geschichte wie William und Kate für die Gala-Leser. Dass sie sich auch für Rechte von Homosexuellen einsetzt, ist sicher kaum überraschend. Seth Macfarlane übrigens tut es ihr gleich, muss sich aber ständig Fragen stellen, ob er schwul ist. Anscheinend darf man anderen Menschen nicht helfen, wenn einen nicht das gleiche Schicksal ereilt hat.

Die ganze Arbeit hat sich auch finanziell gelohnt. Ellen hat ungefähr 65 Millionen auf dem Konto und verdient 15 Millionen pro Jahr. Das soll ihr erstmal ein „echter Mann und Ernährer mit Bart“ nachmachen.Similar Posts:

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