Jeff Dunham und Achmed the Dead Terrorist

Kategorie: Comedy
5. Mai 2011

Jeff Dunham und Achmed the Dead Terrorist sind zwei der aktuell bekanntesten Gesichter der internationalen Comedy-Szene – sofern man bei einem Skelett noch von Gesicht sprechen kann.

In den USA sind Jeff Dunham und sein Achmed the Dead Terrorist längst Kult. Aber auch hierzulande findet er immer mehr Anhänger, während er sich zugleich wachsender Kritik stellen muss. Der 1962 in Dallas, Texas, geborene Stand-up-Comedian und Bauchredner hat sich ja auch ein eigentlich nicht gerade urkomisches Thema für seine berühmteste Puppen-Darbietung ausgesucht. Und trotzdem – oder gerade deswegen – liebt das Publikum ihn für sein freches Bühnenprogramm.

Jeff Dunham und Achmed the Dead Terrorist

Während in Deutschland Sascha Grammel sein Glück an Schildkröten-Geldautomaten versucht und seinen Maulwurfn auf das Publikum loslässt, spricht der Amerikaner mit dem René MarikSkelett eines ehemaligen Selbstmordattentäters. Dass dieses Konzept nicht unumstritten ist, dürfte sich von selbst verstehen. Bei seinen Auftritten ruft das Duo jedoch stets große Begeisterung hervor, sein Stammpublikum lechzt förmlich nach dem schwarzen Humor.

Achmed the Dead Terrorist ist dabei meist ein eher bemitleidenswertes Häufchen Elend, das traurige Überbleibsel eines unfähigen Selbstmordbombers. Die Figur ist bösartig, rassistisch, politisch inkorrekt – und trotzdem komisch. Gerade das Überspitzte seines Wesens und die Gegenüberstellung mit Dunham selbst, der wie der nette Junge von nebenan anmutet, bringen den merkwürdig unterhaltsamen Effekt zustande, den das Publikum so liebt.

Jeff Dunham: Puppenspieler aus Leidenschaft

Achmed ist aber längst nicht die einzige Figur, mit der Dunham sich die Comedy-Bühne teilt. Die meisten der von dem Komiker selbst gestalteten Puppen sind in Deutschland jedoch weniger bekannt: da ist Superheld Melvin mit seinem Röntgenblick; Walther, der griesgrämige alte Mann mit einer Vorliebe für Sarkasmus; José Jalapeño, die Chilischote auf einem Stock; oder auch Bubba J., der Bier- und Nascar-liebende „Redneck“.

Die Figuren sind höchst unterschiedlich, spielen jedoch fast alle mit Stereotypen und verhalten sich in der Regel höchst unkorrekt. Obwohl sie eigentlich als schlechtes Beispiel gedacht sind und nicht als Vorbild, muss sich Dunham immer wieder den Vorwurf des Rassismus, Sexismus und der Homophobie gefallen lassen. Ob man seine Show witzig findet, ist Geschmackssache, der Erfolg scheint ihm aber recht zu geben. Und so dürfte Achmed the Dead Terrorist noch ein langes Comedy-„Leben“ beschert sein.Similar Posts:

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