Jerry Lewis: komisches Urgestein

17. Mrz 2011

Jerry Lewis hat augenscheinlich das Talent seines Bühnen-erprobten Vaters geerbt und noch um ein Vielfaches ausgebaut. Seine gemeinsamen Auftritte mit Dean Martin sind legendär und sein filmisches Vermächtnis umfasst mehr als 60 Werke, von denen viele aus der Comedygeschichte kaum wegzudenken sind.

Jerry Lewis, der eigentlich Joseph Levitch heißt, ist Schauspieler, Komiker, Pantomime, Sänger, Drehbuchautor und Regisseur. Er funktionierte als Vollblut-Entertainer auf der Bühne ebenso gut wie als Filmemacher vor und hinter der Kamera. Der mittlerweile 85-Jährige ist zwar auf den Bühnen dieser Welt längst nicht mehr so präsent wie früher, doch sein Name steht noch immer für Slapstick-Comedy vom Feinsten.

Jerry Lewis: komisches Urgestein

Jerry Lewis startete seine Karriere bereits im zarten Alter von fünf, als er seinen Vater bei dessen Bühnenauftritten begleitete und unterstützte. Der Durchbruch gelang ihm dank der Zusammenarbeit mit Schauspieler und Sänger Dean Martin. Die beiden traten zunächst in Nachtclubs mit einer Mischung aus Musik und Komik auf, wobei sie einen Großteil der Show improvisierten, und setzten ihr unvergleichliches Duett später auch auf der Leinwand fort. Ihre erster gemeinsamer Spielfilm war 1949 „My Friend Irma“, bis 1956 folgten noch 16 weitere.

Das Jahr 1956 markierte auch das Ende der erfolgreichen Zusammenarbeit nach einer Phase der beruflichen Entfremdung. Jeder wand sich nun seinen eigenen Projekten zu, und Jerry Lewis arbeitete weiter an seinem Status als der König der Slapstick-Comedy. Das Gummi-Gesicht, wie er dank seines Grimassen-Spiels immer wieder liebevoll genannt wird, drehte Filme am laufenden Band, wovon „Der verrückte Professor“ (1963) wahrscheinlich einer seiner bekanntesten geworden ist.

Multi-Talent Jerry Lewis

Ende der 1960er Jahre hatte Lewis eine eigenen Show im amerikanischen Fernsehen, in der auch sein berühmter Sketch „Die Schreibmaschine“ – die unvergessliche pantomimische Interpretation eines Stückes des Komponisten Leroy Anderson – zum ersten Mal der breiten Öffentlichkeit präsentiert wurde. Er begann, sich für soziale Zwecke zu engagieren, wofür er bei der Oscar-Verleihung 2009 einen humanitären Sonderpreis erhielt, und versuchte, sich auch als Darsteller in ernsthaften Rollen zu etablieren. Gesundheitliche Probleme zwangen ihn jedoch irgendwann, sich weiter aus dem Rampenlicht zurückzuziehen, als ihm vielleicht lieb war.

Das 1926 geborene Allround-Talent hat sich mit seinen bisherigen Auftritten auf der Bühne ebenso wie auf der Leinwand und den Fernsehbildschirmen bereits in der Geschichte der Unterhaltungskunst verewigt. Der 2002 erschienene Film „Martin and Lewis“ portraitierte das Schaffen des Unterhaltungs-Duos und zeigte, dass Jerry Lewis und sein ganz spezieller Humor noch immer hoch geschätzt werden.Similar Posts:

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