John Doyle: Ein Amerikaner in good old Germany

Kategorie: Comedy
25. Okt 2011

John Doyle ist ein U.S.-amerikanischer Comedian, der seit bald zwei Jahrzehnten in Deutschland lebt und arbeitet. In seinen Programmen analysiert er die Eigenheiten seiner Wahlheimat auf seine ganz eigene Art und Weise.

So führt John Doyle seinem deutschen Publikum immer wieder vor, was einem Amerikaner in Deutschland tagtäglich so alles an Kuriosem begegnet, das wir selbst für selbstverständlich und normal erachten. Aus der Sicht eines Außenstehenden, der sich längst bei uns eingewöhnt hat, erfahren wir so immer wieder interessante Nebensächlichkeiten über uns selbst und erleben unsere Heimat aus einem ungewohnten Blickwinkel.

John Doyle: Von New Jersey nach Nordrhein-Westfalen

Geboren wurde John Doyle 1963 im U.S.-Bundesstaat New Jersey, wo er aufwuchs, brav die Schule besuchte und nach einer 3-jährigen Ausbildung zum Navy-Fluglotsen mit dem Studium am Montclair State College begann. Letzteres führte ihn Ende der 1980er nach Europa, genauer gesagt ins österreichische Graz, wo er sich als Austauschstudent erstmals mit unbekannten Sitten vertraut machen konnte.

Nach der Beendigung seines Studiums verschlug es ihn schließlich nach Köln in die englische Programmredaktion der Deutschen Welle. Hier dürfte er erste Erfahrungen mit den Eigenheiten gemacht haben, die er heute noch in seinen Bühnenprogrammen verarbeitet. Zur Comedy kam er allerdings erst einige Jahre später, nachdem eine Fernsehaufzeichnung eines Auftritts von Kabarett-Legende Dieter Hildebrandt ihn dazu inspiriert hatte.

Amerikanischer Humor in der deutschen Comedy

Nach einigen Live-Auftritten auf kleineren und etwas größeren Bühnen folgten die ersten Schritte im Fernsehen. Das Comedy-Format NightWash diente als eine der ersten Plattformen für den angehenden Comedian und bietet ihm und seiner Show auch heute noch ein regelmäßiges Forum. Es folgte die Teilnahme an der Sat1-Show Star Search, Gastauftritte bei TV Total und natürlich auch im Quatsch Comedy Club, der so vielen Künstlern zu Bekanntheit verhilft.

Mittlerweile hat sich der U.S.-Comedian in Deutschland eingelebt, sich auch mit den Eigenarten der deutschen Sprache und Küche arrangiert und seine Wahlheimat mehr als lieb gewonnen. Sein Buch „Bin ich noch Amerikaner oder schon Deutscher?“ und spätestens sein 2010er Bühnenprogramm „Don’t worry, be German: Ein Ami wird deutsch“ zeigten, dass die Begegnung zwischen John Doyle und der deutschen Kultur längst keine zufällige mehr ist. Der ganz große Durchbruch bliebt ihm bisher zwar verwehrt, doch angekommen in unserer Comedy-Szene ist er auf jeden Fall.Similar Posts:

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