Louis C. K.: Neuer Stern am Stand Up Himmel

30. Jul 2012

Zur Zeit ist alles, was Louis C. K. sagt, Gospel, auch wenn er sicher nicht so politisch wie manche Kollegen ist, machen sich die üblichen Standardthemen trotzdem gut unter seiner Hand aus.

Sein Nachname ist eine vereinfachte Version seines ungarischen Nachnamens (Szekely), eigentlich ist er eingetragener Mexikaner, er arbeitete schon als Automechaniker und derzeit fressen ihm Comedyfans aus der Hand. C.K. Louis hat es geschafft.

Louis C. K.: Aktueller Stand Up Held?

Mit Louis C. K. haben wir es mit einem sehr klassischen Stand Up zu tun, ab und an mal ein wenig politisch-sozialkritisches Material, meistens geht es jedoch – vor allem mittlerweile – um seine Familie, Kinder und seine Ex-Ehefrau.

Aber auch das muss man erst einmal so gut verkaufen, dass es nicht langweilig ist. „Observational Humor“ – von manchen wird er gehasst – mag sich nämlich am meisten verkaufen (siehe Mario Barth), fordert den Comedian jedoch meistens nicht wirklich kreativ heraus und wird gerne von mittelmäßigen Humoristen verwendet, die es sonst nicht schaffen würden, ihren Skits etwas zum Nachdenken zu verpassen.

C. K. startete in dieser Kategorie, witzig war das, aber kaum nennenswert.

Louis C. K.: Stand Up Leichtgewicht für gute Unterhaltung

Irgendwann stolperte er dann über George Carlin und überdachte sein Leben neu. Ja, Comedy konnte aufregend, aufwühlend und kritisch sein und vor allem der aufwühlende Part schien C. K. zu inspirieren, der von nun an anfing, stark zu fluchen und auch Tabuthemen zu behandeln.

Gut, C. K. sprach weiterhin vorwiegend über Dinge, die wohl alle einmal erlebt hatten, aber vieles davon kam aus seinem eigenen Leben, seiner unglücklichen Ehe und später Scheidung, seiner Rolle als Vater und das älter werden, was letzten Endes zu einer doch sehr nahe gehenden Routine führte, die durch die autobiographischen Ansätze bitterlich witzig war.

Vergleichen kann man ihn dennoch nicht mit Carlin, der mit fast jeder Routine einen stark kritischen Ansatz zur Sprache brachte, der sich gerne auch mal durch das gesamte Programm zog. C. K. mag immer mal wieder Punkte behandeln, die zum Nachdenken anregen, aber den roten Faden bilden sie sicher nicht zu seinem Programm. Ein wenig schade ist das schon, aber man braucht vielleicht auch mal einen Ausgleich zu all den wütenden Stand Up Comedians und für das, was C. K. macht, ist er wirklich außerordentlich gut.

So gut, dass er sogar seine eigene TV Show gekriegt hat, wobei, das sagt ja nie wirklich etwas über den Comedian aus, oder?

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