Parks & Recreation: Ron Swanson beherrscht sie alle

Kategorie: Kino und TV
14. Aug 2012

Eigentlich geht es in der Mockumentary „Parks & Recreation“ ja um Amy Poehler als hoffnungslos optimistische Beamtin, aber der eigentliche Star der Hitserie ist Nick Offerman aka Ron „f…ing“ Swanson.

In Pawnee einer (fiktiven) Stadt in Indiana versucht Leslie Knope (Amy Poehler) als angestellte der Parks & Recreation Abteilung der Stadt ein hässliches Bauloch in einen wunderschönen Park zu verwandeln. Zusammen mit ihrem Team, Anwohnerin Ann und einer gehörigen Portion Motivation macht sie sich an die – Spoiler Alert – schier unmögliche Aufgabe.

Parks & Recreation: Improv erwünscht

Die Story ist eigentlich nebensächlich, viel mehr geht es um den nicht ganz realistischen Alltag einer städtischen Abteilung, die für Dinge wie Bodenschwellen und die Reinigung von Parkmonumenten verantwortlich ist. Das Team besteht aus vorwiegend unmotivierten Mitarbeitern, angeführt vom männlichsten Mann seit Burt Reynolds: Ron Swanson (Nick Offerman).

Swansons schneller Aufstieg zur Kultfigur kam eigentlich als Überraschung, darf aber sicher Offermans sehr subtiler Darstellung angerechnet werden, Poehler sagte über ihren Co-Star, dass es unglaublich ist, wie er selbst im Hintergrund mit minimaler Slapstick zum Zentrum jeder Szene avanciert.

Die Internet Community hat ihn zumindest mit offenen Armen empfangen und eine ganze Reihe an Memes in seinen Ehren gegründet, von der teils beunruhigenden Fanart einmal ganz zu schweigen.

Aber nicht nur Ron Swanson ist der King in der Beamten Sitcom.

Neben Amy Poehler und Offerman darf sich auch Rashida Jones als „Straight Man“ (also vorwiegend ausbalancierender, ’normaler‘ Charakter) beweisen, Aziz Ansari gibt einen erfolglosen Lady’s Man, Indieheldin Aubrey Plaza spielt die gelangweilte Hipster-Praktikantin, Paul Schneider den Love Interest für Poehler als auch Jones und der großartig verkommene Chris Pratt zeigt, wie man nichts mit seinem Leben anfängt.

Dazu gibt es einen Haufen Cameos, ob nun von Offermans Frau und Comedienne Megan Mullaly (hierzulande wohl besser bekannt als Karen aus „Will & Grace“), Andy Samberg von The Lonely Island oder aber Louis C.K. als Polizist, sowie Pohelers Partner und „Arrested Development“ Star Will Arnett. Wenn man es so will, gehört „Parks & Recreation“ zu den Liebhaberstücken jedes Comedyfans.

Ursprünglich ‚The Office‘ Spin-Off

Ähnlichkeiten mit der mehr als bekannten Mockumentary „The Office“ sind nicht zufällig, eigentlich war die Serie als Spin-Off gedacht, später ließ man es jedoch mit der forcierten Verbindung der beiden Serien und konzentrierte sich auf ein eigenständiges Format, das eben auch im Doku-Stil und mit viel Raum für Improvisation von statten ging.

Was allerdings „Parks & Recreation“ fundamental von „The Office“ unterscheidet ist die Tatsache, dass die Charaktere mit einigen Ausnahmen nicht so zynisch und menschenverachtend sind, wie man erwartet und sich füreinander einsetzen. Die Augen rollen muss man dabei nicht, auch ohne Douchebag-Alarm gibt es genügend Lacher.

So albern die meisten Dinge in den Büros auch wirken, die Macher der Serie haben viele Interviews mit echten Beamten geführt und wurden darin bestätigt, dass die abstrusesten Dinge oftmals der Realität entsprachen, so kann es auch schon einmal vorkommen, dass ein Parkprojekt über 18 Jahre hinweg dauert oder dass Mitarbeiter nicht wirklich glauben, dass sie irgendeinen positiven Einfluss auf ihre Stadt haben, Ron Swanson lebt also tatsächlich.

In Deutschland kann man die Serie übrigens derzeit nur auf dem Pay TV Sender „Glitz“ zu sehen.Similar Posts:

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