Panel Shows sind in Deutschland kaum noch zu finden, waren damals aber gar nicht so unüblich. Großbritannien produziert jedoch weiterhin immer weiter und hat dabei ein paar außerordentlich gute Sendungen parat.
Eine Runde an Celebrities, ein mehr oder weniger sinngebendes Frage-Antwort Spiel und ein gut aufgelegter Moderator – mehr braucht es nicht zu einer Panel Show.
Während diese in Amerika vor allem in den 60er und 70er Jahren populär waren, ist Großbritannien immer noch ganz vorne dabei, was nicht zuletzt daran liegt, dass man die Shows dort weder ernst nimmt und dass vorwiegend Comedians daran teil nehmen.
Ross Noble ist eine absolute Einzelerscheinung in der Welt der Stand Up Comedy, denn während alle anderen Streber ihre Programm auswendig lernen, sagt Noble einfach, was ihm so durch den Kopf schwirrt. Und was für ein Kopf das ist…
Ein Stand-Up Programm ist zu ca. 99% ein fein heraus gearbeiteter Monolog, den der Comedian in- und auswendig kennt, ein guter Comedian schafft es, diesen Monolog so herüber zu bringen, dass er relativ spontan und fast schon improvisiert erscheint, Leute wie Stewart Lee etwa oder auch Dieter Nuhr sind mehr als gut darin.
Und dann gibt es das Stand-Up Programm von Ross Noble, der ca. 3 Witze pro Show hat, die er erzählen will und es trotzdem schafft, 90 Minuten und mehr zu füllen, indem er lange, ausführliche Gespräche mit dem Publikum führt und seinen eigenen, verqueren Gedanken auf der Bühne freien Lauf lässt.