„RTL Samstag Nacht“ brachte in den 1990er Jahren jede Woche ein Millionenpublikum zum Lachen, und viele ihrer Gags haben das Ende der Fernsehshow im Gedächtnis der Öffentlichkeit bis heute überdauert.
Als die erste Ausgabe von „RTL Samstag Nacht“ am 06. November 1993 über die deutschen Bildschirme flimmerte, war noch nicht abzusehen, wie erfolgreich das Format einmal werden könnte, das im Nachhinein gesehen die erste wirklich große Fernseh-Comedy-Reihe nach Vorbild amerikanischer Sendungen war. Über fünf Jahre hielt sich die von Hugo Egon Balder und Jacky Dreksler produzierte Show und kreierte in dieser Zeit einige legendäre Figuren und Aussprüche.
Martina Hill ist einer der stetig aufstrebenden weiblichen Sterne am deutschen Comedy-Himmel, mit ihren Parodien bekannter Persönlichkeiten hat sie sich in jüngster Zeit eine begeisterte Fan-Gemeinde verschafft.
Dabei mischt die gebürtige Berlinerin schon eine ganze Weile mit, übernahm bereits 2003 ihre erste Filmrolle und zeigte spätestens seit 2006 als Mitglied der „Switch reloaded“-Truppe, wie wandlungsfähig komisch sie ist. Doch während sie ihren Kollegen und dem Comedy-begeisterten Publikum spätestens jetzt bekannt war, nahmen viele Andere sie erst wahr, als sie began, das Reality-TV-Sternchen Daniela Katzenberger zu verkörpern und dabei fast authentischer war als das Original.
In der Komödie „Jack und Jill“ übernimmt Adam Sandler eine Doppelrolle als Geschwisterpaar und verdreht dabei Al Pacino gehörig den Kopf.
Wer Adam Sandler und seinen Humor mag, müsste „Jack und Jill“ eigentlich lieben, denn in der Komödie, die im Januar in unseren Kinos startet, ist der Schauspieler gleich in zwei Rollen zu sehen. Doppelter Spaß für Sandler-Fans also. Aber Vorsicht, denn der Spaß-erprobte U.S.-Amerikaner sieht im Rock nicht so überraschend gut aus wie Matthias Schweighöfer, der sich in „Rubbeldiekatz“ gerade selbst als Dame versucht.
Piet Klocke legte kürzlich mit „Kann ich hier mal eine Sache zu Ende?!“ sein zweites Buch vor, in dem er sich durch unzählige Episoden der Evolution und Geschichte schlägt, um nach Antworten auf die großen Fragen der Menschheit zu suchen.
Der gebürtige Bremer Piet Klocke gehört zu jener ungewöhnlichen Gruppe von Menschen, die mit wenig respektive oftmals unverständlichen Worten so viel sagen können. Keiner ist als zerstreuter Professor so amüsant und gleichzeitig so erhellend und Niemand sonst vermag verbale Leerstände so amüsant zu gestalten wie er. Abstruse Assoziationen und unwirkliche Gedankengänge sind seine Spezialität, doch hinter der scheinbaren Verzettelung in einem geistigen Wirrwarr steckt mitunter wahre komödiantische Genialität.
Piet Klocke: Abstruse Logik ohne Pointe
Der 1957 geborene Piet Klocke verbrachte nach seinem Abitur zwei Jahre als Gitarrist verschiedener Bands in Amsterdam, um im Anschluss in Essen eine Sammlung von Gedichten und Aphorismen zu veröffentlichen und mit dem „Kamikaze Orkester“ ein avantgardistisches Musiktheater zu eröffnen. Schon an diesen drei Stationen seines Lebensweges zeichnete sich die scheinbareZusammenhanglosigkeit einzelner Einfälle ab, die man heute als Markenzeichen seiner Comedy-Figur kennt.
Robin Williams gehört zu den bekanntesten und beliebtesten komödiantischen Schauspielern, wobei er vor allem mit seinem Mimikspiel, seinen Imitationen und seinem Improvisationstalent besticht.
Robin Williams als Dschinni in Walt Disneys „Aladdin“
In den USA ist Robin Williams auch als Stand-Up-Comedian bekannt, doch es sind vor allem seine Filmauftritte, die ihn weit über die Grenzen Hollywoods hinaus berühmt gemacht haben. Egal ob er selbst als Schauspielervor der Kamera steht oder einer animierten Figur seine unverwechselbare Stimme leiht – Robin Williams ist immer für einen Schmunzler gut, und auch wenn er nicht immer nur ein glückliches Händchen mit seiner Rollenauswahl bewiesen hat, ist sein Name trotzdem immer noch ein Garant für humorvolle Unterhaltung.
In „Rubbeldiekatz“ versucht sich Matthias Schweighöfer nicht einfach nur als Frauenversteher: Er schlüpft selbst in High Heels und Bleistiftrock und will so seiner Schauspiel-Karriere den richtigen Schwung geben.
Denn Matthias Schweighöfer spielt im Film „Rubbeldiekatz“ von Regisseur Detlev Buck einen erfolglosen Mimen, der erst durch die Verkleidung als Frau seine lang ersehnte erste Hauptrolle bekommt. Natürlich ist der Weg dorthin schwierig, zumal auf so hohen Pfennigabsätzen, und auch mit dem Engagement in der Tasche wird sein Leben nicht gerade einfacher – Erst recht nicht, als er sich in seine Kollegin Sarah Voss, gespielt von Alexandra Maria Lara, verliebt.
Markus Maria Profitlich verdankt den größten Teil seines Erfolgs und seinen Bekanntheitsgrad dem Fernsehen, doch er lässt es sich nicht nehmen, trotzdem weiterhin die kleinen und großen Bühnen der Republik unsicher zu machen.
So startete Markus Maria Profitlich im September 2010 sein neues Live-Programm, das er nach einer Pause nun wieder aufgreift und noch bis Ende diesen Jahres auf Deutschland-Tournee präsentieren wird. Nach einigen Jahren der Fernseh- und Filmarbeit kehrt der damit wieder in jenes Metier zurück, in dem er einst entdeckt wurde, und beweist, dass er der Stand-Up-Comedy noch immer mächtig ist. Dass er sich dabei weiterhin schwer ins Zeug legen wird, dürfte außer Frage stehen, denn ein Markus Maria Profitlich macht keine halben Sachen.
Markus Maria Profitlich: Stand-Up und Fernseh-Comedy
Der 1960 in Bonn geborene Markus Maria Profitlich erlernte nach seiner Schulzeit das Schreinerhandwerk, versuchte sich jedoch auch schon früh als Komiker. Unter anderem trieb es ihn dabei in das Bonner Improvisationstheater „Springmaus“, in dem auch Kollegen wie Urban Priol, Bernd Stelter oder Bastian Pastewka einst ihre ersten komischen Schritte getan hatten.
Dirk Bach ist Komiker, Schauspieler und Moderator aus Leidenschaft, und das seit mehr als drei Jahrzehnten. Hinter der kleinen rundlichen Fassade steckt ein lebhafter, quirliger Geist, der so manchem jungen Kollegen noch immer weit überlegen ist.
Er fällt eigentlich immer auf: Dirk Bach ist in der deutschen Comedy-Szene bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund, was auch an seinem extravaganten Kleidungsstil liegt. Ob mit Federn oder Pailletten geschmückt, in Neon-Farben oder auffälligen Punkten – der etwas kleine und etwas runde Comedian passt rein optisch nicht in das Schema eines Medienstars, doch sein Humor bestimmt nun seit weit mehr als 30 Jahren die deutsche Fernseh- und Comedy-Landschaft.
Mike Krüger ist einer der bekanntesten Komiker Deutschlands und mischt nun seit fast vier Jahrzehnten im Comedy-Zirkus mit. Er ist regelmäßig als Kabarettist und Sänger unterwegs, zeigt sich als Schauspieler in Film und Fernsehen und beweist, dass man auch im schnelllebigen Show-Geschäft Wurzeln schlagen kann.
Geboren wurde Mike Krüger als Michael Friedrich Wilhelm 1951 in Ulm, als seine Eltern gerade auf Reisen waren. Er wuchs in Hamburg auf, machte eine Lehre als Betonbauer, absolvierte seine Wehrpflicht als Marine-Funkfernschreiber und begann sogar ein Architekturstudium, bevor er sich schließlich hauptberuflich den komischen Künsten zuwandte. „Mein Gott, Walther“ war 1975 sein erster Plattenerfolg und machte ihn innerhalb kürzester Zeit im ganzen Land bekannt. Dieses und weitere Erfolgslieder haben bis heute ihre Fans, doch ein wahrer Entertainer ruht sich nicht auf vergangenen Lorbeeren aus.
Supernase Mike Krüger
Als Schauspieler ist Mike Krüger den meisten Deutschen vor allem dank der Filmreihe um „Die Supernasen“ ein Begriff, in der er gemeinsam mit Thomas Gottschalk in den 1980er Jahren für Lacher in den deutschen Kinos sorgte. Die Filme waren albern und werden oft als cineastischer Blödsinn angesehen, doch sie fanden ein begeistertes Publikum, das sie zu unterhalten wussten. Daneben schuf Mike Krüger mit weiteren Liedern wie „Der Nippel“ und „Bodo mit dem Bagger“ Klassiker der komischen Musik, die auch Jahre später noch auf so mancher Geburtstagsfeier für Spaß sorgten.
Whoopi Goldberg gehört zu den bekanntesten und gleichzeitig zu den komischsten Schauspielerinnen Hollywoods. Doch obwohl sie stets vor Lebensfreude überzuschäumen scheint, hat sie längst bewiesen, dass sie auch leiseund sehr ernste Töne anschlagen kann.
Als Schauspielerin hat sich Whoopi Goldberg schon in den 1980er Jahren einen Namen gemacht. Vielen ist sie vor allem als singende Nonne in den beiden „Sister Act“-Filmen und als quirlige Hellseherin in „Ghost“ an der Seite von Patrick Swayze in Erinnerung geblieben, aber auch ihre mitreißenden Moderationen von insgesamt vier Oscar-Verleihungen haben für Furore und jede Menge gute Laune gesorgt.