„RTL Samstag Nacht“ brachte in den 1990er Jahren jede Woche ein Millionenpublikum zum Lachen, und viele ihrer Gags haben das Ende der Fernsehshow im Gedächtnis der Öffentlichkeit bis heute überdauert.
Als die erste Ausgabe von „RTL Samstag Nacht“ am 06. November 1993 über die deutschen Bildschirme flimmerte, war noch nicht abzusehen, wie erfolgreich das Format einmal werden könnte, das im Nachhinein gesehen die erste wirklich große Fernseh-Comedy-Reihe nach Vorbild amerikanischer Sendungen war. Über fünf Jahre hielt sich die von Hugo Egon Balder und Jacky Dreksler produzierte Show und kreierte in dieser Zeit einige legendäre Figuren und Aussprüche.
Herbert Knebel und sein Affentheater sind derzeit wieder gemeinsam auf Tour, doch auch allein weiß der Frührentner, der so gern Geschichten aus seinem Familien- und Freundeskreis zum Besten gibt, zu unterhalten.
Hinter der Figur Herbert Knebel steckt der KabarettistUwe Lyko, der mit seiner Paraderolle sowohl gedankenreiche Monologe als auch sinnfreie Nonsens-Lieder zum Besten gibt. Herbert Knebels Affentheater wurde 1988 gegründet und hält die Republik seitdem humorig-musikalisch in Atem. Das derzeitige Bühnenprogramm ist bereits das zwölfte dieser Truppe, die heute aus Herbert Knebel selbst, außerdem Bassist Ernst Pichl alias Martin Breuer, dem Trainer am Schlagzeug alias Detlef Hinze sowie Gitarrist Ozzy O. alias Georg Göbel-Jakobi besteht.
Bald leuchtet mit „Kein Pardon“ – Das Musical ein neuer Stern am Theater-Himmel, der von Hape Kerkeling und Thomas Hermanns persönlich zum Strahlen gebracht wurde. Die Bühnenadaption der gleichnamigen Komödie wird im November ihre Premiere in Düsseldorf feiern.
„Kein Pardon“ – Das Musical stammt in dieser Version von Komiker, Autor und Moderator Thomas Hermanns, der sich den 1993er Film von und mit Hape Kerkeling zur Brust nahm, um ihm musikalisches Leben einzuhauchen. Mit tatkräftiger Unterstützung weiterer kreativer Köpfe haben Hermanns und Kerkeling den Stoff nun voller Glitzer und Glamour für die Bühne aufbereitet und versprechen so einen Abend voller sagenhaft komischer Unterhaltung.
Markus Maria Profitlich verdankt den größten Teil seines Erfolgs und seinen Bekanntheitsgrad dem Fernsehen, doch er lässt es sich nicht nehmen, trotzdem weiterhin die kleinen und großen Bühnen der Republik unsicher zu machen.
So startete Markus Maria Profitlich im September 2010 sein neues Live-Programm, das er nach einer Pause nun wieder aufgreift und noch bis Ende diesen Jahres auf Deutschland-Tournee präsentieren wird. Nach einigen Jahren der Fernseh- und Filmarbeit kehrt der damit wieder in jenes Metier zurück, in dem er einst entdeckt wurde, und beweist, dass er der Stand-Up-Comedy noch immer mächtig ist. Dass er sich dabei weiterhin schwer ins Zeug legen wird, dürfte außer Frage stehen, denn ein Markus Maria Profitlich macht keine halben Sachen.
Markus Maria Profitlich: Stand-Up und Fernseh-Comedy
Der 1960 in Bonn geborene Markus Maria Profitlich erlernte nach seiner Schulzeit das Schreinerhandwerk, versuchte sich jedoch auch schon früh als Komiker. Unter anderem trieb es ihn dabei in das Bonner Improvisationstheater „Springmaus“, in dem auch Kollegen wie Urban Priol, Bernd Stelter oder Bastian Pastewka einst ihre ersten komischen Schritte getan hatten.
Der Quatsch Comedy Club ist sowohl als Live-Show als auch als Fernsehsendung einer der beliebtesten und bekanntesten Stand-Up-Clubs Deutschlands. Wer hier das Publikum zum Lachen bringt, hat gute Chancen, als Komiker Karriere zu machen.
Thomas Hermanns präsentiert in seinem Quatsch Comedy Club regelmäßig gestandene Größen und Newcomer der Comedy-Szene, feiert dabei das, was sich bereits durchsetzen konnte, und entdeckt die ein oder andere komödiantische Perle. Für viele der heute erfolgreichen Comedians war die Bühne des Quatsch Comedy Clubs ein Sprungbrett, von dem aus sie vor allem dank der Ausstrahlung im Fernsehen Bekanntheit in der ganzen Republik erlangten.
Mike Krüger ist einer der bekanntesten Komiker Deutschlands und mischt nun seit fast vier Jahrzehnten im Comedy-Zirkus mit. Er ist regelmäßig als Kabarettist und Sänger unterwegs, zeigt sich als Schauspieler in Film und Fernsehen und beweist, dass man auch im schnelllebigen Show-Geschäft Wurzeln schlagen kann.
Geboren wurde Mike Krüger als Michael Friedrich Wilhelm 1951 in Ulm, als seine Eltern gerade auf Reisen waren. Er wuchs in Hamburg auf, machte eine Lehre als Betonbauer, absolvierte seine Wehrpflicht als Marine-Funkfernschreiber und begann sogar ein Architekturstudium, bevor er sich schließlich hauptberuflich den komischen Künsten zuwandte. „Mein Gott, Walther“ war 1975 sein erster Plattenerfolg und machte ihn innerhalb kürzester Zeit im ganzen Land bekannt. Dieses und weitere Erfolgslieder haben bis heute ihre Fans, doch ein wahrer Entertainer ruht sich nicht auf vergangenen Lorbeeren aus.
Supernase Mike Krüger
Als Schauspieler ist Mike Krüger den meisten Deutschen vor allem dank der Filmreihe um „Die Supernasen“ ein Begriff, in der er gemeinsam mit Thomas Gottschalk in den 1980er Jahren für Lacher in den deutschen Kinos sorgte. Die Filme waren albern und werden oft als cineastischer Blödsinn angesehen, doch sie fanden ein begeistertes Publikum, das sie zu unterhalten wussten. Daneben schuf Mike Krüger mit weiteren Liedern wie „Der Nippel“ und „Bodo mit dem Bagger“ Klassiker der komischen Musik, die auch Jahre später noch auf so mancher Geburtstagsfeier für Spaß sorgten.
Anke Engelke ist eine der bekanntesten Komikerinnen Deutschlands und eine der wenigen erfolgreichen Frauen in der hiesigen, von Männern dominierten Comedy-Szene. Dort beweist sie seit Jahren selbstbewusst, dass die Attribute hübsch, clever und lustig sich gegenseitig nicht ausschließen müssen.
Spätestens seit der „Wochenshow“ war Anke Engelke in aller Munde. Als komische Nachrichtensprecherin brachte sie hier allerlei skurrile Meldungen unter das Volk und beteiligte sich rege an den Sketchen, die das Team der Sendung allwöchentlich präsentierte. „Danke, Anke!“, hieß es dafür regelmäßig, und dankbar sind ihr vor allem viele andere Komikerinnen, deren Weg in die Männerdomäne durch das Vorbild Engelke erleichtert wurde.
Wenn Kaya Yanar in eine seiner multi-kulti-Rollen schlüpft, wird er zum Paradebeispiel dessen, was man gern als Ethno-Comedy bezeichnet. Der Komiker wurde mehrfach mit Comedy- und Fernsehpreisen ausgezeichnet und sorgt mit jedem neuen Bühnenprogramm wieder für Begeisterung bei seinen Fans.
Kaya Yanar wurde 1973in Frankfurt/Main geboren. Seine Eltern waren Einwanderer türkisch-arabischer Abstammung, sodass Kaya von klein auf die kleinen und großen Unterschiede zwischen verschiedenen Kulturen aus nächster Nähe studieren konnte. Der Comediangibt an, die arabische Sprache gar nicht und die türkische Sprache nur schlecht sprechen zu können, doch zumindest im Auseinandernehmen der spezifischen Eigenarten diverser Kulturkreise ist er ganz groß.
Rick Kavanian spricht in „Willkommen im Süden“ die Hauptrolle und drückt der italienischen Komödie damit in gewohnt lässiger Art und Weise seinen ganz eigenen Stempel auf.
In „Willkommen im Süden“ übernimmt Rick Kavanian längst nicht zum ersten mal die Synchronisation einer Filmfigur, hat er doch bereits 1999 dem etwas anderen Geheimagenten „Austin Powers“ seine Stimme geliehen. Seitdem hat er sich in diversen Animationsfilmen und Komödien als erfolgreicher Synchronsprecher bewiesen und war daher für die Hauptrolle in „Willkommen im Süden“ wie geschaffen.
Oliver Pocher begann seine Karriere in den Talkshows von Bärbel Schäfer und Hans Meiser. Damals wollte ihn noch keiner sehen und hören – Buh-Rufe waren die Folge. Doch der ehrgeizige Pocher setzte sich durch.
Eigentlich bin ich keiner großer Fan von Oliver Pocher. Vor allem seine teilweise geschmacklosen und beleidigenden Äußerungen bringen mich auf die Palme. Jedoch gab es vor kurzer Zeit die Sendung „Lieber Onkel Olli“, in der Pocher Kinderträume und -wünsche erfüllte. Hier zeigte der sonst so abgebrühte und schlagfertige Oliver Pocher seine weiche Seite und weinte vor der Kamera, was ihn für mich wieder etwas sympathischer machte.